Dienstag, 18. Februar 2020

Modernisierungskosten steuerlich absetzen

Eigentümer können die Modernisierungskosten für eine neu erworbene, vermietete Immobilie steuerlich absetzen. Viele Eigentümer wissen nicht, dass das Finanzamt diese Ausgaben als Werbungskosten anerkennt, welche sofort geltend gemacht werden können“, so die Immobilienexperten der Gallus Immobilien Konzepte aus München. Dies bestätigt der Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine (BVL).Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Kosten in den ersten drei Jahren nach Anschaffung der Immobilie 15 Prozent der Anschaffungskosten des Gebäudes nicht überschreiten dürfen. Wichtig zu wissen ist, dass die gesamten Renovierungs- und Modernisierungskosten als sogenannter Herstellungsaufwand deklariert werden können. In diesem Fall werden die Ausgaben dann über die Restnutzungsdauer des Gebäudes abgeschrieben.

Donnerstag, 13. Februar 2020

Änderung des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG) sowie Anpassung des Mietrechts

Mit einer kleinen Verspätung zum selbst gesetzten Termin hat das BMJV den lang erwarteten Gesetzentwurf zur Reform des Wohnungseigentumsgesetzes am 13.01.2020 veröffentlicht. Der Entwurf hält sich eng an die Vorschläge der Bund-Länder-Arbeitsgruppe vom August 2019. Zunächst wurde das Reform-Papier, das noch nicht mit den anderen Ministerien final abgestimmt wurde, an die entsprechenden Verbände zur Stellungnahme geschickt. 
Ziel des Gesetzes ist es, sich den neuen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, den umweltpolitischen Herausforderungen und den technischen Möglichkeiten seit Schaffung des WEG im Jahr 1951, aber auch der letzten Reform im Jahr 2007 zu stellen. So ist es aufgrund des demografischen Wandels notwendig, Wohnungen barrierereduzierend aus- und umzubauen. Zur Erreichung der Klimaziele ist die energetische Sanierung von Gebäuden unerlässlich und auch die Errichtung von Lademöglichkeiten zur Förderung der Elektromobilität erfordert Eingriffe in die Bausubstanz. Diese Komponenten erklären auch den vollständigen Namen: Entwurf eines “Gesetzes zur Förderung der Elektromobilität und zur Modernisierung des Wohnungseigentumsgesetzes”.  
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Dienstag, 11. Februar 2020

Mögliche Preisentspannung für Immobilieninvestoren

Langfristig ist aufgrund der erwarteten konjunkturellen Abschwächung eine Preisentspannung auf der Baukostenseite zu erwarten, wenngleich der Zeitpunkt noch unklar ist. Diese Entspannung hätte durchaus auch positive Seiten für Entwickler und Investoren. Genehmigungszeiten könnten kürzer werden und gleichzeitig könnte die Auslastung der Gewerke sinken, dadurch lassen sich Projekte effizienter und im Idealfall auch günstiger entwickeln«, erklären die Experten der Gallus Immobilien.

Donnerstag, 6. Februar 2020

Kreditvergabe für Immobilieneigentum

Im Jahr 2016 wurden die Kreditvergaberichtlinien derart verschärft, dass es älteren Kreditnehmern sehr schwer fiel, einen günstigen Kredit zu bekommen. Auch wenn die Immobilie einen hohen Wert aufwies, richtete sich die Bank an der Fähigkeit der Bauherren aus, ihren Kredit tatsächlich zurückzuzahlen. Aber keine Angst: Seit 2018 ist es wieder einfacher geworden: Sofern die Bonität gut ist und der Wert der Immobilie den Kreditbetrag übersteigt, kommen auch ältere Bauherren an einen Kredit. Mit viel Eigenkapital, einem langfristig gesicherten Einkommen, Vermögenswerten als Sicherheiten, einer hohen Anfangstilgung mit Tilgungswechseloption zum Beginn des Rentenalters, einer Zinsbindung ohne Zinserhöhungsrisiko und eventuell einer Restschuldversicherung sollte es mit dem Kredit auf Anhieb klappen.

Dienstag, 4. Februar 2020

Berlin friert Mieten von Wohnungen ein

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat gestern ein bundesweit einmaliges Gesetz zum Mieterschutz verabschiedet: Mieten von 1.5 Millionen Wohnungen in der Hauptstadt sollen für einen Zeitraum von fünf Jahren eingefroren werden. Wer heute zu viel Miete zahlt, soll vom Vermieter gar Geld zurückbekommen.
Das Gesetz des rot-rot-grünen Senates nahm die vorerst letzte Hürde im Parlament trotz des Gegenwindes der Opposition aus CDU, FDP und AfD. In der boomenden Hauptstadt sind die Wohnungsmieten in den letzten Jahren überproportional gestiegen. Mit dem Mietendeckel will der Staat jetzt Gegensteuer geben. Der Berliner Senat hofft, dass das Gesetz nach Ablauf der Frist von fünf Jahren ­obsolet sein wird, da in der Zwischenzeit genug Zeit bleibt, um dringend benötigten neuen Wohnraum bereitzustellen.
Die Höhe der Wohnungsmiete richtet sich nach einem Stichtag im letzten Sommer. Zur Bemessung beigezogen wird eine Mietobergrenze. Diese bemisst sich an Wohnungsstandart, Lage und Grösse. Wenn die Miete 20 Prozent über der Vergleichsmiete liegt, sollen die Mieter vom Vermieter entlastet werden. Vermieter, die gegen den Mietendeckel verstossen, droht eine Busse von bis zu 500000 Euro.
Opposition und Wirtschaftsverbände halten den Mietendeckel für das falsche Instrument. Investoren würden durch den staatlichen Eingriff in den Wohnungsmarkt abgeschreckt, das verzögere den Bau neuer Wohnungen unnötig. Zudem sei der Mietendeckel der erste Weg hin zu staatlichen Eingriffen, die an sozialistische Zeiten erinnerten. Der Mietendeckel dürfte in den nächsten drei bis vier Wochen in Kraft treten. Offen ist ­allerdings die Frage, ob Berlin überhaupt die Kompetenz hat, ein solches Gesetz zu erlassen. (aargauerzeitung.ch)

Donnerstag, 30. Januar 2020

Zinswende in Europa vielleicht erst 2020

Die Entwicklung der Bauzinsen passt zur allgemeinen Lage der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank (EZB). Die schon mehrmals angekündigte und auch mehrmals verschobene Anhebung der Leitzinsen – und damit auch ein Impuls für die Kreditzinsen – ist für 2019 vom Tisch. Bei der Zinssitzung im Juni stellten Mario Draghi und seine Europabanker eine Zinserhöhung „nicht vor der zweiten Jahreshälfte 2020“ in Aussicht. Derweil bleibt es bei Leitzinsen bei 0,0 Prozent und 0,4 Prozent Strafzinsen für alle Banken, die ihr Geld bei der EZB parken. Auch die Idee, Strafzinsen zu staffeln, um die Banken zu entlasten, hat man in Frankfurt verworfen. Früher im Jahr wurden von verschiedenen Seiten Forderungen nach so einer partiellen Entlastung laut.
Zu den wichtigsten Maßnahmen der Geldpolitik, die die EZB einsetzt, zählen Senkungen der Leitzinsen und das Aufkaufen von europäischen Staatsanleihen. Das Ziel: Die Wirtschaft mit billigem Geld zu versorgen und die Kerninflation auf das angestrebte Ziel von knapp unter zwei Prozent zu treiben.
2015 ging es mit dem Anleihenaufkaufprogramm los, seit Ende 2018 werden keine neuen Anleihen mehr gekauft. In der gesamten Zeit erwarb die Zentralbank insgesamt Anleihen im Wert von rund 2,6 Billionen Euro. Und mit solchen Summen lässt sich Wirtschaftspolitik machen. Das darf die EZB aber nicht. Deshalb stand sie bereits vor zwei Jahren einmal vor Gericht: Damals ging es darum, dass sich die EZB mit ihren Aktionen in die Haushaltshoheit der Mitgliedsstaaten einmische und damit ihre Kompetenzen überschreite. Vor dem Bundesverfassungsgericht wurde die Zentralbank im Dezember 2018 jedoch von diesem Verdacht freigesprochen. Nun geht es Ende Juli erneut nach Karlsruhe vor Gericht: Diesmal soll geprüft werden, ob die Anleihekäufe mit dem deutschen Grundgesetz vereinbar sind. Falls nicht, darf die Deutsche Zentralbank dabei möglicherweise nicht mehr mitmachen.
Quelle: Immobilienscout24

Dienstag, 28. Januar 2020

Immobilienkauf ohne Eigenkapital möglich?


Ohne Eigenkapital ist kein Hauskauf möglich, heißt es oft. Es stimmt zwar, dass Eigenkapital bei Banken gern gesehen ist, da dadurch das Risiko sinkt und günstigere Konditionen mit weniger Zinsen möglich sind. Aber wer kein Eigenkapital aufbringen kann oder möchte, kann den Traum von den eigenen vier Wänden unter bestimmten Voraussetzungen trotzdem wahr machen - schließlich gibt es verschiedene Möglichkeiten einer Vollfinanzierung. Klar, wer kein Eigenkapital einbringen kann, muss der Bank glaubhaft machen, dass er seine Verpflichtungen langfristig erfüllen kann. Das geht mit einem gut dotierten Job, einem Beamtenstatus oder der Aussicht auf ein üppiges Erbe. Wie bei jedem Bankgeschäft wird natürlich auch hier die Bonität des Kreditnehmers genau durchleuchtet. Wer einen soliden Schufa-Score vorweisen kann, hat meist die wichtigste Zugangshürde bereits überwunden. Die Chancen auf eine Vollfinanzierung steigern Sie, wenn Sie zumindest die Kaufnebenkosten für Makler, Notar und Grunderwerbssteuer aus eigener Tasche bezahlen. Die können je nach Bundesland zwischen 9 und 16 Prozent des Kaufpreises ausmachen und kommen auf den Kaufpreis oben drauf. Da diese Kosten aber nicht direkt in das Haus fließen, steht ihnen kein in Beton gegossener Gegenwert gegenüber. Soll die Bank diese Kosten aber mitfinanzieren, steigt das Risiko für sie. Gleichwohl gibt es Banken, die eine solche „110-Prozent-Finanzierung“ übernehmen. 
 Wer ohne Eigenkapital baut, benötigt eine längere Zeit, zahlt mehr Zinsen und steigert sein Risiko, in bestimmten Lebenssituationen (z.B. Arbeitslosigkeit oder Tod des Partners) die Kredite nicht mehr bedienen zu können. Restschuldversicherung, Risikolebensversicherung und Berufsunfähigkeitsschutz kosten zwar auch Geld, reduzieren aber das Risiko gewaltig, in die Zwangsversteigerung zu rutschen. Wenn Sie gebundenes Kapital haben, kann es Ihre Chancen auf eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital steigern. Sie wollen diese Reserven vielleicht jetzt nicht antasten, im Notfall werden sie Ihnen aber gute Dienste leisten. Zum Beispiel: Bausparverträge, die noch nicht zuteilungsreif sind, Rückkaufswerte von Versicherungen, Sparbriefe, Aktien, Fonds oder gar vermietete Immobilien.  Wenn Sie ein geschickter Handwerker sind (und ebenso versierte Freunde oder Familienmitglieder haben), können Sie Teile der Arbeiten am eigenen Haus selbst erledigen, und zum Beispiel bei einem Ausbauhaus viel Geld sparen. Einige Banken werten diese „Muskelhypothek“ als Eigenkapital. Hatten Sie nicht gedacht, Sie besitzen gar kein Eigenkapital? Schöne Überraschung!
Quelle: www.immobilienscout24.de