Donnerstag, 6. August 2020

Anspruch auf Schadensersatzzahlung

Erhält ein Vermieter ein beschädigtes Mietobjekt nach Ende des Mietverhältnisses zurück, hat er sechs Monate Anspruch auf Schadensersatzzahlungen des Mieters. Wenn das Mietverhältnis allerdings noch läuft, hat der Immobilieneigentümer und Vermieter 30 Jahre Anspruch auf diesen Schadensersatz, wie das Landgericht Berlin in einem solchen Fall entschied (Az.: 64 S 51/19). In dem verhandelten Fall stritt sich ein Mieter mit seinem Vermieter vor Gericht über einen Wasserschaden, der dadurch verursacht worden war, dass der Mieter im Badezimmer im Jahre 1981 Fliesen verlegt hat und der Abfluss defekt war. Die Vermieterin stellte Schadensersatzansprüche in Höhe von 40 000 Euro. Das Amtsgericht lehnte zunächst die Klage der Vermieterin ab, da man die alleinige Verantwortung für den Schaden nicht klar dem Mieter zuweisen konnte. Außerdem sei der Schadensersatzanspruch verjährt.

Dienstag, 4. August 2020

Wohnungsknappheit durch Mietenstopp

Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) hat die derzeitigen Vorschläge des Deutschen Mieterbundes hinsichtlich eines landesweiten Mietenstopps massiv kritisiert. Der Spitzenverband der Immobilienwirtschaft befürchtet, dass ein bundesweiter Mietenstopp Deutschland als Investitionsstandort schaden könnte, aber langfristig auch Mietern. Man befürchte, dass die Wohnungsknappheit ansteigen könnte und Modernisierungen sowie Instandhaltungen zum Stehen kommen könnten. „Hier ist auch die Wohnungspolitik gefragt, den Neubau weiter zu fördern. Mehr Investitionen hierzulande werden auch an Bedeutung gewinnen. Auch verfassungsrechtlich scheiden sich die Geister zum Thema Mietendeckel“, so die Immobilienexperten der Gallus Immobilien Konzepte aus München.

Donnerstag, 30. Juli 2020

Eigenkapital beim Wohnungskauf

Wie teuer die Immobilie im Endeffekt sein wird, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. „Künftige Immobilienbesitzer sollten zunächst kalkulieren, in welcher Höhe sie monatliche Ratenzahlungen vereinbaren können. Vergessen sollte man nicht, dass auch im Eigenheim Betriebskosten fällig werden. Hier sollte man sich an der Wohnfläche orientieren. Als kleine Faustregelt gilt, dass das vorhandene Eigenkapital zumindest die Kaufnebenkosten abdecken sollte. Dies beinhaltet Maklerkosten, Grunderwerbsteuer und Notargebühren. Eigenkapital anzusparen kann einige Zeit dauern, aber auch wenn es banal klingen mag: Man kann nicht früh genug anfangen, für die eigene Immobilie zu sparen“, so die Gallus Immobilien Konzepte aus München.

Dienstag, 28. Juli 2020

Eigentumswohnungen immer noch gefragt

Besonders verteuerten sich die Preise für Eigentumswohnungen. Ein klares Signal dafür, dass wir uns mehr im Anlagebereich denn im Selbstnutzerbereich bewegenDiese legten im vergangenen Monat um 1,55 Prozent zu. Neue Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerten sich um 0,96 Prozent und Bestandshäuser um 0,99 Prozent.  Der Anstieg des Gesamtindexes um 1,17 Prozent ist laut Europace der dritthöchste seit Ende 2016. „Dieses Preisniveau ist unerwartet hoch und lässt eine spannende Zukunft erwarten“, so die Gallus Immobilien Konzepte aus München.

Donnerstag, 23. Juli 2020

Berechnungsregeln für die Grundsteuer

Die Berechnungsregeln für die Grundsteuer müssen noch im laufenden Kalenderjahr festgelegt werden. So hat der bayerische Bundesfinanzminister Olaf Scholz von der SPD eine Öffnungsklausel realisiert. Nun muss die große Koalition in Sachen Wohnungspolitik ihre Meinung äußern. Mit der Grundsteuer ist eine Steuer gemeint, welche auf den Besitz von Grundstücken und Gebäuden gerechnet wird. Im Gegensatz zur Grunderwerbssteuer zahlt man die Grundsteuer jedes Jahr. „Die Grundsteuer gilt als eine relevante Einnahmequellen für die Kommunen. So ist sie für 15 Prozent der kommunalen Steuereinnahmen verantwortlich“, sagt die Gallus Immobilien Konzepte aus München und bezieht sich dabei auf Zahlen des Statistischen Bundesamts. Wie viel man im Endeffekt zahlt, hängt vom Wohnort ab, dem jeweiligen Grundstück und dem Gebäude.

Dienstag, 21. Juli 2020

Immobilien sind sicher, Aktien bringen Rendite

Immobilien sind sicher, Aktien bringen Rendite. So lautet eine alte Börsenregel. Das Online-Portal Immowelt zeigt jedoch in einer Analyse, dass deutsche Immobilien in den vergangenen zehn Jahren stärker im Wert gestiegen sind als Dax-Aktien. Immobilien sind sicher, Aktien bringen Rendite. So lautet eine alte Börsenregel. Einer Analyse des Online-Portals Immowelt zufolge sind deutsche Immobilien in den vergangenen zehn Jahren jedoch deutlich stärker im Wert gestiegen als Dax-Aktien.
Der Kaufpreis von Eigentumswohnungen zwischen 40 und 120 Quadratmetern ist demnach deutschlandweit seit 2010 im Mittel um 126 Prozent gestiegen. Der Dax ist im gleichen Zeitraum um 88 Prozent geklettert.
Betrachtet man den Index als Maßstab für die mittlere Wertsteigerung bei Aktien im abgelaufenen Jahrzehnt, fallen die Wertzuwächse von Eigentumswohnungen in der Analyse von Immowelt deutlich höher aus. Das zeigt auch die Tabelle weiter unten.
Der Angebotspreis einer Eigentumswohnung hat sich Immowelt zufolge im Zehn-Jahresvergleich in Deutschland mehr als verdoppelt: Lag der Quadratmeterpreis 2010 noch im Mittel bei 1.420 Euro, werden aktuell 3.210 Euro verlangt. Vor allem in Großstädten sind die Immobilienpreise rasant gestiegen. In Berlin explodierte der mittlere Quadratmeterpreis von 1.430 Euro auf 4.450 Euro (+211 Prozent). Basis für die Berechnung der Kaufpreise in den 14 größten Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern waren auf Immowelt.de inserierte Angebote. Transaktions- und Instandhaltungskosten, Steuern und renditesteigernde Faktoren wie Dividenden oder Mieteinnahmen hat Immowelt nicht berücksichtigt. 
Quelle Immowelt /www.dasinvestment.com









Donnerstag, 16. Juli 2020

Zu kleiner Parkplatz: Zwei Drittel des Kaufpreises zurück


Der Käufer einer gehobenen Eigentumswohnung mit hochpreisigem Tiefgaragenplatz staunte nicht schlecht, als er mit seinem Auto nur durch aufwendiges Rangieren und auch dann nur ganz knapp in seine Parklücke fahren konnte. Der später vom Gericht beauftragte Sachverständige ermittelte, nur wenn ein Fahrer entweder 58 Meter vom Eingang der Tiefgarage bis zu seinem Stellplatz rückwärtsfahre oder aber in der sechs Meter breiten Fahrgasse wende, sei ein Parken auf dem Stellplatz möglich. 

Die beschriebene Parkerfahrung des Sachverständigen überzeugte die Richter des OLG Braunschweig. Sie bestätigten, dem Tiefgaragenstellplatz fehle die vereinbarte Beschaffenheit. Betrachte man die Gesamtumstände der verkauften Wohnung – also Preis und Lage – sollte ein Durchschnittsfahrer den Abstellplatz zumindest mit einem gehobenen Mittelklassefahrzeug mühelos befahren können.

20.000 Euro hatte der Wohnungskäufer für sorgenfreies Parken berappt. Das Gericht räumte ihm nun einen Anspruch auf Wertminderung von zwei Dritteln des Stellplatzkaufpreises ein. Dabei sei es für die Entscheidung des Rechtsstreits nicht wesentlich, dass der Stellplatz gemäß den Regelungen der Niedersächsischen Garagen- und Stellplatzverordnung vom 04.09.1989 errichtet worden sei, wie der Bauträger einwendete. Entscheidend sei, ob der Garagenplatz seine Funktion erfülle.
Das aber könne in diesem Fall nicht bestätigt werden, da der Stellplatz für die weit überwiegende Zahl von PKWs nur eingeschränkt genutzt werden könne. 

(OLG Braunschweig, Urteil vom 20.06.2019 - 8 U 62/18) Quelle www.immobilienscout24.de

Anspruch auf Schadensersatzzahlung