Donnerstag, 8. April 2021

Analyse zum Immobilienkauf in Pandemiezeiten

Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen und Häusern zum Kauf in Deutschland ist im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel gestiegen.

Kaufimmobilien ziehen gleichermaßen in den Stadtkernen wie in den Speckgürteln der deutschen Metropolen stark gestiegenes Interesse auf sich. Eine Stadtflucht zeigt sich nicht.

Vor allem Eigentumswohnungen mit viel Fläche, Balkon oder Garten haben an Attraktivität gewonnen. Quelle: www.immobilienscout24.de

Dienstag, 6. April 2021

Durch Corona steigt die Nachfrage nach Immobilieneigentum

Entgegen landläufiger Vermutungen hat die Corona-Pandemie den Markt für Wohnimmobilien bisher nicht einbrechen lassen. Ganz im Gegenteil: Corona und die allgemeine Marktlage haben zu einem verstärkten Nachfrageschub nach Wohnimmobilien zum Kauf geführt. Im Februar 2021 gingen auf ImmoScout24 33 Prozent mehr Kontaktanfragen für Häuser zum Kauf ein als im Vorjahr. Für Eigentumswohnungen stieg die Nachfrage um 34 Prozent. Damit setzt sich das deutlich verstärkte Interesse der Vormonate an Kaufimmobilien fort. 
Quelle: ImmoScout24

 

Donnerstag, 1. April 2021

Minimal Steigerung bei Mieten und Immobilienpreise

Der Wohnimmobilienmarkt macht im Gegensatz zur Auswertung von vor 14 Tagen eine Rolle rückwärts. Das Angebot geht leicht zurück, während die Mieten und Preise minimal steigen. Die Anzahl der zum Kauf oder zur Miete angebotenen Wohnimmobilien ist in den letzten zwei Wochen nach spürbarem Anstieg wieder leicht zurückgegangen. Der Index der zum Kauf angebotenen Objekte liegt in den beobachteten zehn Städten Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart mit 82 nun sechs Punkte unter dem Vorwert. Über gesamt Deutschland fällt der Index ebenfalls leicht um vier Punkte auf 92.
Auf dem Mietmarkt wurden zuletzt deutlich mehr Objekte angeboten. Diese Entwicklung ist ebenfalls rückläufig. Der Index in den Großstädten fällt um zehn Punkte auf 121, der Index in Deutschland insgesamt um 14 Punkte auf nun 125.
Die Preise und Mieten sind stabil geblieben. So stehen die Preise in Deutschland insgesamt weiterhin bei rund 2.500 €/m² und in den zehn analysierten Großstädten (s.o.) steigen sie um rund 100 €/m² auf rund 5.800 €/m².
Die Durchschnittsmieten der inserierten Wohnungen reagieren leicht auf die Abnahme des Angebots. Sie sind in den Großstädten um rund 0,20 €/m² gestiegen und liegen bei rund 12,60 €/m². In Deutschland insgesamt sind sie um rund 0,10 €/m² gestiegen und stehen jetzt bei rund 9,00 €/m².
Sprengnetter liest seit Beginn der Corona-Krise 14-tägig die Angebotszahlen des deutschen Wohnimmobilienmarktes aus. Für diese Analyse wurden 1.072.090 Mietobjekte und 718.741 Kaufobjekte betrachtet.Quelle: Konii

Dienstag, 30. März 2021

Bestellerprinzip: Deutlichen Anstieg der Privatverkäuferquote von Wohnimmobilien

Bestellerprinzip hat Privatverkäuferquote nach oben getrieben

Die Umsetzung des neuen Bestellerprinzips zum 23. Dezember 2020 hat zu einem deutlichen Anstieg der Privatverkäuferquote von Wohnimmobilien geführt. Eine aktuelle Analyse angebotener Eigentumswohnungen in Immobilienportalen in Deutschland vom 01.01.2020 bis zum 28.02.2021 zeigt weniger von Immobilienmaklern angebotene Objekte und mehr von Privatverkäufern angebotene Objekte. Damit bleibt die Angebotsmenge zwar stabil, die Privatverkäuferquote steigt jedoch signifikant. Die stärkste Negativveränderung zeigt hierbei Hamburg mit einem Rückgang der von Maklern angebotenen Objekte in Höhe von 28 Prozentpunkten. In Stuttgart sind es zehn Prozentpunkte weniger, in München sieben und in Köln fünf. Die einzelnen Entwicklungen entnehmen Sie bitte der beigefügten Grafik.

Die Analyse zeigt deutlich, dass das Volumen des Angebotes gleichgeblieben ist, jedoch eine Marktverschiebung als Reaktion auf das Bestellerprinzip stattgefunden hat.

Die Entgegnung aus der Maklerschaft ist eine deutlichere Positionierung als kompetenter Immobilienexperte. So haben in Q4 2020 rund 90 % mehr Teilnehmer die speziellen Maklerkompetenz-Seminare der Sprengnetter Akademie besucht als im Durchschnitt der ersten drei Quartale 2020. Die Abrufzahlen des Marktanalyse-Tools Report – hiermit bieten Immobilienexperten ihren Endkunden fundierte Einschätzungen des Marktwertes einer Wohnimmobilie an – stieg von November 2020 bis Februar 2021 um 46 Prozent.

Ab sofort wird Sprengnetter monatlich die Verschiebungen der Angebote mit / ohne Makler in den zehn größten Städten Deutschlands veröffentlichen. Quelle: Konii

Donnerstag, 25. März 2021

ZIA-IW über die Stimmung am Immobilienmarkt

Die Stimmung in der deutschen Immobilienwirtschaft sinkt zum zweiten Mal in Folge. Das ist das Kern-Ergebnis des im Auftrag des Zentralen Immobilien Ausschusses ZIA, Spitzenverband der deutschen Immobilienwirtschaft, und dem Institut der deutschen Wirtschaft IW erstellten ZIA-IW-Immobilienstimmungs-Indexes (ISI). Insbesondere Vermieter von Handelsimmobilien sind von Mietausfällen, Kündigungen und sinkenden Neuvermietungen betroffen. Hier geben über die Hälfte (53,6 %) an, von Stundungen „stark betroffen“ zu sein. Die Mietausfälle gehen dabei eher selten auf direkte Kündigungen zurück. Im Handelssegment liegt der Anteil der stark Betroffenen allerdings bei 10,7 Prozent. Die Vermieter von Handelsimmobilien spüren ebenfalls Veränderungen bei ihren Neuvermietungen. 35,7 Prozent geben an, von einem sinkenden Neuvermietungsgeschäft „stark betroffen“ zu sein.

„Der Immobilienstimmungsindex hat gerade im Handelsimmobiliensektor einen deutlichen Sprung nach unten gemacht“, sagte ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner. „Im Index sieht man einen Absturz der Erwartungen um 24,9 auf 14,7 Punkte. Einige Unternehmen, leiden z. B. durch Mietausfälle sehr unter der Covid-19-Pandemie und stufen ihre Lage entsprechend als schlecht ein. Die negativen Erwartungen für die nächsten 12 Monate mit einem Wert von -8,8 sind eindeutig.“

Nur geringfügig gesunken (von 35,9 auf 33,1) dagegen ist das Immobilienklima im Bürosektor. Mattner erklärte: „Die Büroimmobilienunternehmen sind im Vergleich zum Vorquartal mit ihrer aktuellen Lage zufriedener, jedoch pessimistischer bei den Geschäftserwartungen. Insgesamt kommen die Unternehmen im Bürosegment aber deutlich besser durch die Krise als zunächst befürchtet wurde. Der erwartete Preisverfall blieb bislang aus.“

Positive Signale gibt es bei den Projektentwicklern. Dort erreicht die Geschäftslage mit 71,6 bereits wieder fast das Vorkrisenniveau. Eine Mehrheit der Unternehmen geht zudem davon aus, dass sich die Lage in den nächsten zwölf Monaten weiter verbessert (Erwartungen +35,1). Entsprechend verbesserte sich auch das Geschäftsklima auf 52,7.

Mattner zog daher ein gemischtes Fazit aus der Befragung der Unternehmen: „Nach einer großen Unsicherheit gibt es eine greifbare Risikowahrnehmung, mit der die meisten Unternehmen aktiver ihre Geschäfte angehen können. Hierbei hilft, dass die allermeisten der Immobilienbestandshalter in den Bereichen Wohnen und Büro im Langvermietungsgeschäft kaum von Einnahmenausfällen betroffen sind. Viele Immobilienunternehmen haben daher den Krisenmodus beendet und sehen neue Entwicklungs- und Wachstumschancen.“Quelle: www.konii.de








Dienstag, 23. März 2021

Kaufpreise für Eigentumswohnungen in Düsseldorf steigen ungebremst weiter

Auch im Corona-Jahr 2020 stiegen die Kaufpreise für neugebaute Eigentumswohnungen in Düsseldorf ungebremst weiter. Für die nordrheinwestfälische Landeshauptstadt verzeichnete ImmoScout24 einen Anstieg der Angebotskaufpreise für Neubauwohnungen um 9,3 Prozent vom vierten Quartal 2020 gegenüber dem vierten Quartal 2019. In Düsseldorf verlangten Anbieter:innen für eine Neubauwohnung mit 80 Quadratmetern Ende 2020 im Durchschnitt rund 470.000 Euro. In Köln waren es 440.000 Euro.

„Es gab bei vielen Marktbeobachter:innen die Erwartung, dass die Preissteigerungen von Immobilien mit der Corona-Krise ein Ende finden. Doch gerade bei Neubau-Eigentumswohnungen ist das Gegenteil der Fall. Die fortgesetzten Preissteigerungen sind ein Indiz für die nach wie vor hohe Nachfrage und belegen, dass die Märkte noch nicht ausgereizt sind. Denn ob als Anlageobjekt oder zur Selbstnutzung: Sein Geld in Betongold zu investieren, ist für viele Menschen gerade auch in unsicheren Zeiten sehr attraktiv“, erläutert Kristian Kehlert, Marktanalyst bei ImmoScout24.

Für die Auswertung hat ImmoScout24 die durchschnittlichen Angebotspreise für eine neugebaute Eigentumswohnung und ein neu errichtetes Einfamilienhaus in Frankfurt am Main und Umland analysiert. Referenzobjekte waren dabei eine Neubauwohnung mit 80 Quadratmetern und drei Zimmern sowie ein Neubauhaus mit 140 Quadratmeter Wohnfläche auf 600 Quadratmeter Grundfläche. Inserate im Neubauhaus-Bereich basieren häufig auf den Angeboten von Hausbau-Anbietern und ihren Grundpreisen. Diese können sich im Laufe des Planungsprozesses erhöhen und berücksichtigen meist keine Grundstückspreise.Quelle: www.konii.de

Donnerstag, 18. März 2021

Urteil zur Aufteilung zwischen Grundstücks- und Gebäudeanteil

Muss die Finanzverwaltung eine vertragliche Aufteilung zwischen Grundstücks- und Gebäudeanteil grundsätzlich akzeptieren?

Auch wenn jetzt die Chance größer ist, einen ergiebigen Anteil des Kaufpreises dem Gebäude zuzuordnen, sollten Käufer nicht übertreiben. Denn bei einer streitigen Grundstücksbewertung können die Finanzbeamten jederzeit das Gutachten eines öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen für die Bewertung von Grundstücken einholen. Urteil IX R 26/19, BFH